Kapitelgegliedertes Lexikon

Themengebiete
   Dachformen
   Dachstuhl
   Dachkonstruktion
   Dachbelichtung
   Dachgaube
   Dachtragwerke
   Sonstiges
 
Dachformen Hoch
Flachdach An Wohn- oder Nebengebäuden, z.B. Garagen. Flachdächer können durch Dachbegrünung oder als Dachterrasse zusätzlich nutzbar gemacht werden.
Krüppelwalmdach Wird aus Tradition dort verwandt, wo die Giebel zusätzlich vor rauher Witterung geschützt werden sollen.
Mansardendach Sichert größtmögliche Ausnutzung der Wohnfläche.
Pultdach Dachfläche liegt meist zur Wetterseite. Auf Funktion ausgerichtete Dachform. Heutzutage auch weitverbreitet für Wohngebäude. An der Sonnenseite Platz für große Fenster, Licht und Wärme.
Satteldach Zeitlose Dachform, die architektonisch und konstruktiv bewehrt ist. Das am weitesten verbreitete geneigte Dach.
Segmentbogendach Dachform, die einen besonderen Akzent setzt. Überall dort, wo eine repräsentative Wirkung gefragt ist.
Shed- oder Sägedach Bietet gute Belichtungsverhältnisse in Gebäuden mit sehr großer Grundfläche z.B. für Gewerbebetriebe.
Walmdach Unterstreicht Schutzfunktion des Daches und gibt dem Haus ein repräsentatives Aussehen. Als Akzent werden gern Gauben angebracht, die auch den Wohnwert erhöhen.
Zeltdach Klare Formen und Linien, die am First enden. Bei dieser Dachform ist Symmetrie nach allen Seiten das beherrschende Element.
 
Dachstuhl Hoch
Dachstuhl fachsprachlich (< 16. Jh.). „Das Element -stuhl bedeutet bei technischen Bezeichnungen ‚Gestell’, besonders ein solches, auf dem etwas anderes ruht. ’Hier Gestell, auf dem die Dachhaut ruht, angebracht ist’. Vgl. Glockenstuhl, Webstuhl. Kluge, Wörterbuch der deutschen Sprache
 
Dachkonstruktion Hoch
Dachüberstand traufseitiger Überstand des Daches
First Wortursprung (< 8.Jh.) “heraus, hervor“; „hervorstehender Rücken, Gipfel“
Firstzange siehe Dachstuhlskizze
Giebel Wortursprung (< 10.Jh.) „Kopf“; auch von Gabel, Bedeutung „Spitze, Gabelung“
Kopfband siehe Dachstuhlskizze
Ortgang Wortursprung Ort: „äußerstes Ende“; giebelseitiger Abschluß des Daches
Pfette (Fußpfette, Firstpfette, Mittelpfette)
Siehe Dachstuhlskizze
Pfosten siehe Dachstuhlskizze
Schwelle
Sparren siehe Dachstuhlskizze
Traufe Wortursprung (< 10.Jh.) von „triefen“, auch „träufeln“
Wange seitlicher Teil einer Gaube
Wechsel siehe Dachstuhlskizze
 
Dachbelichtung Hoch
Dacheinschnitt
Dachflächenfenster
Dachflächenfenster geschlossen

Dachflächenfenster geöffnet
Verglasung des Giebels
Zwerggiebel, Dacherker
 
Dachgaube Hoch
Fledermausgaube
Giebelgaube
Runddachgaube
Schleppgaube
Segmentdachgaube
Spitzgaube
Walmgaube
 
Dachtragwerke Hoch
Hängewerk Name für ein zimmermannmäßiges Dachtragewerk. Hänge- und Sprengwerke kommen zur Anwendung, wenn die freie, nicht unterstützte Länge von Balken größer als 6 m ist.
Kehlbalkendach
  • einfach stehender Stuhl
  • zweifach stehender Stuhl
Pfettendach Beim Pfettendach ruhen die Sparren auf den Pfetten. Diese nehmen die Lasten auf und leiten sie über die Pfosten auf darunter liegende Tragwände ab.
Sparrendach Beim Sparrendach werden zwei Sparren mit dem zugehörigen Deckenbalken oder der darunter liegenden Stahlbetondecke zu einem unverschiebbaren Dreiecksverband verbunden. Die gesamte Last wird über die Außenwände abgeleitet. Dabei stützen sich zwei gegenüber liegende Sparren am First gegenseitig ab.
Sprengwerk siehe Hängewerk
 
Sonstiges Hoch
Abbinden zuschneiden der Hölzer
Binder Name für ein Bauteil, mit dem große Spannweiten überbrückt werden
Chemischer Holzschutz Vorbeugend wirksamer Schutz gegen Insektenbefall und Pilzbefall
Dachstuhl Das Wort -stuhl bedeutet bei technischen Bezeichnungen „Gestell“, besonders ein solches, auf dem etwas anderes ruht. ’Hier Gestell, auf dem die Dachhaut ruht’. (Vgl. Glockenstuhl, Webstuhl.)
Kluge, Wörterbuch der deutschen Sprache
Energie unzureichende Dämmung des Daches führt zu Energieverlusten
Fachwerk an der Außenseite des Hauses sichtbare Balkenstruktur;
Die durch tragende Balken gebildeten Zwischenräume werden technisch als Fächer bezeichnet;
dazu wird die Mehrzahl gebildet mit -werk.
Kluge, Wörterbuch der deutschen Sprache
Imprägnieren Imprägnieren dient dem Holzschutz, es stehen verschiedenen Methoden zur Wahl:
  • ölhaltige Mittel
  • salzhaltige Mittel
Klassifizierung Kantholz ist in verschiedene Schnittklassen eingeteilt:
  Klasse S: scharfkantig
  Klasse A: vollkantig
  Klasse B: fehlkantig
  Klasse C: sägegestreift

Außerdem gibt es noch die Einteilung in Güteklassen:
  Klasse S13: Güteklasse I
  Klasse S10: Güteklasse II
  Klasse S7: Güteklasse III
Lärche Lärchenholz ist durch einen hohen Harzgehalt witterungsbeständig und deshalb gut als Außenschalung geeignet
Mansarde/Mansardendach nach dem französischen Baumeister „Mansart“:
Dach mit gebrochenen Dachflächen.
Nut- und Federschalung Eignet sich zum Verkleiden von Decken, Wänden und Dächern sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Sie ist in verschiedenen Qualitäten und Oberflächenbehandlungen erhältlich.
Qualität: z.B. A-Sortierung oder B-Sortierung
Oberflächenbehandlung z.B. naturbelassen, gewachst, lasiert (durchschimmernd) oder deckend gestrichen
Ortgang siehe Bauteile des Daches
Pfette Tragbalken in Längsrichtung
Qualität Qualität in Ausführung und Material erzeugt eine hohe Wertbeständigkeit
Richtspruch Der Richtspruch nach dem Aufrichten des Dachstuhl gehört zur Tradition der Zimmerleute; = gleichzusetzen mit der „Taufe“ des Hauses. (Richtfest)
Schwelle Holzbauteil, das auf einem Untergrund aufliegt, z.B. Sockel, Mauer oder Decke. Die Schwelle dient als Unterkonstruktion für den folgenden Aufbau mit Hölzern, z.B. beim Dachstuhl oder der Holzständerwand bzw. Fachwerkwand.
Trockenbau Innenausbau mit schnellen und flexiblen Lösungen.
Der Trockenbau zählt zu den Aufgaben des Zimmerers.
U-Wert Der u-Wert definiert die Wärmedurchlässigkeit eines Bauteiles. Er ist Qualitätsmerkmal für das Produkt. Umso niedriger der u-Wert, desto höher die Dämmeigenschaft.
(Frühere Bezeichnung: k-Wert)
Versatz Holzverbindung zweier Teile, die Druckbeanspruchung aufnimmt.
Walm dreieckige Dachfläche
Zunft überlieferte Gebräuche eines Handwerksberufes
  • Arbeitsmethoden
  • Zunftkleidung
  • Zunftbräuche (Richtfest)
  • Wanderschaft der Jung-Gesellen (Walz)